Forschungskommunikation an Universitäten

Forschungskommunikation an Universitäten

Universitäten forschen. Aber wer erfährt davon? Die meisten wissenschaftlichen Ergebnisse landen in Fachzeitschriften, die außerhalb des akademischen Betriebs niemand liest. Das ist kein Vorwurf an die Wissenschaft – es ist ein Kommunikationsproblem, das sich lösen lässt. Forschungskommunikation ist die Brücke zwischen Labor und Gesellschaft. Und diese Brücke fehlt an vielen österreichischen Universitäten oder ist so schmal, dass kaum etwas darüber transportiert wird.

Hochschulen, die ihre Forschung öffentlich sichtbar machen, gewinnen mehr als Aufmerksamkeit. Sie stärken ihre Position im Wettbewerb um Drittmittel, Studierende und politische Unterstützung durch Ministerien. Die BOKU – die Universität für Bodenkultur Wien – zeigt seit Jahren, wie Forschungskommunikation funktioniert, wenn sie strategisch angelegt ist: mit klaren Themenfeldern, verständlicher Sprache und einer Kommunikationsabteilung, die den Dialog mit der Öffentlichkeit aktiv sucht. RAFFEINER REPUTATION begleitet Institutionen wie die BOKU bei der Übersetzung komplexer Forschungsthemen in Botschaften, die außerhalb des Campus verstanden werden.

Der entscheidende Punkt: Forschungskommunikation ist keine Vereinfachung. Es geht nicht darum, Wissenschaft zu trivialisieren. Es geht darum, Relevanz herzustellen – zu zeigen, warum ein Forschungsergebnis für die Gesellschaft, die Wirtschaft oder die Politik bedeutsam ist.

Wissenschaftssprache übersetzen – ohne zu verfälschen

Das größte Hindernis in der Forschungskommunikation ist die Sprache. Wissenschaftliche Texte sind für ein Fachpublikum geschrieben. Sie verwenden Begriffe, die innerhalb einer Disziplin präzise sind, aber außerhalb davon nichts bedeuten. „Signifikant” heißt in der Statistik etwas anderes als im Alltag. „Modell” kann alles sein, von einer mathematischen Gleichung bis zu einem physischen Prototyp.

Die Aufgabe der Forschungskommunikation ist nicht, diese Begriffe zu streichen, sondern sie zu kontextualisieren. Was bedeutet dieses Ergebnis konkret? Für wen ist es relevant? Was ändert sich dadurch? Ein Forschungsprojekt zur Bodenqualität wird dann verständlich, wenn es nicht als „pedologische Langzeitstudie zur Aggregatstabilität” beschrieben wird, sondern als Untersuchung, die zeigt, warum bestimmte Böden nach Starkregen weggespült werden und andere nicht.

Vertiefende Informationen dazu bietet PRVA - Public Relations Verband Austria.

Diese Übersetzung braucht Menschen, die beide Welten verstehen: die wissenschaftliche und die kommunikative. Pressestellen an Universitäten leisten diese Arbeit – aber oft mit zu wenig Personal für zu viele Fakultäten.

Das größte Hindernis in der Forschungskommunikation ist die Sprache.

Medienarbeit für Forschende: Eine andere Logik

Journalisten denken in Geschichten. Forschende denken in Daten. Das ist kein Widerspruch, aber es erfordert Vermittlung. Ein Forschungsergebnis wird zur Nachricht, wenn es einen Bezug zur Gegenwart hat, eine Überraschung enthält oder ein Problem löst, das Menschen betrifft.

Die meisten Pressemitteilungen von Universitäten scheitern an genau diesem Punkt: Sie beschreiben, was erforscht wurde, aber nicht, warum es jemanden interessieren sollte. Ein guter Pressetext beginnt mit der Relevanz, nicht mit der Methode. Er zitiert die Forscherin oder den Forscher in verständlicher Sprache. Er bietet ein Bild, eine Zahl, einen Vergleich – etwas, das eine Redaktion verwenden kann.

Weitere Perspektiven dazu finden sich bei Handelsblatt.

Medientraining für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist dabei keine Luxusausgabe, sondern eine Notwendigkeit. Wer vor einer Kamera steht und fünf Minuten über Methodik spricht, verliert jedes Publikum. Wer in dreißig Sekunden erklären kann, warum die eigene Forschung relevant ist, bekommt Sendezeit.

Soziale Medien: Forschung direkt vermitteln

Universitäten, die auf Instagram, LinkedIn oder YouTube aktiv sind — vergleichbar mit den Anforderungen an Social Media in der öffentlichen Verwaltung — umgehen den journalistischen Filter. Das ist eine Chance und ein Risiko zugleich. Die Chance: Forschende können ihre Arbeit direkt zeigen – im Labor, im Feld, im Seminar. Kurze Videos, in denen eine Professorin erklärt, woran sie arbeitet, erreichen oft mehr Menschen als jede Pressemitteilung.

Das Risiko: Ohne redaktionelle Qualitätskontrolle können Vereinfachungen zu Fehlinterpretationen werden. Ein Instagram-Post, der ein vorläufiges Ergebnis als Durchbruch darstellt, schadet der Glaubwürdigkeit der gesamten Institution. Deshalb brauchen Universitäten Social-Media-Strategien, die Freiheit und Verantwortung verbinden – klare Leitlinien, aber keine bürokratische Freigabeschleifen, die jede Spontaneität ersticken.

Ergänzend dazu informiert Die Presse.

Open Science: Transparenz als Kommunikationsstrategie

Open Access, offene Daten, Preprints – die Open-Science-Bewegung verändert, wie Forschung zugänglich gemacht wird. Aber Zugänglichkeit allein ist noch keine Kommunikation. Ein Paper, das frei im Netz steht, wird nicht automatisch gelesen. Es braucht Kontext, Einordnung und Vermittlung.

Open Science bietet Universitäten aber eine glaubwürdige Erzählung: Wir haben nichts zu verbergen. Unsere Ergebnisse gehören der Gesellschaft. Wer diese Haltung kommunikativ nutzt, positioniert sich als transparente, öffentlichkeitsorientierte Institution. RAFFEINER REPUTATION unterstützt Hochschulen dabei, Open-Science-Initiativen nicht nur umzusetzen, sondern auch als Teil ihrer Kommunikationsstrategie sichtbar zu machen.

Weiterführend dazu empfiehlt sich Trend.

Forschungsimpact erzählen – nicht nur messen

Impact-Messung ist in der Wissenschaft ein heißes Thema: Zitationsindizes, H-Faktoren, Drittmittelvolumina. Diese Zahlen sind wichtig für das akademische System. Für die Öffentlichkeit sind sie bedeutungslos.

Öffentlicher Impact zeigt sich anders: in einer Technologie, die aus einer Universität heraus ein Unternehmen gegründet hat. In einer Studie, die eine politische Entscheidung beeinflusst hat. In einem Forschungsprojekt, das ein konkretes Problem einer Gemeinde gelöst hat. Diese Geschichten existieren an jeder Universität – aber sie werden selten erzählt.

Impact-Storytelling ist kein Selbstlob. Es ist die Antwort auf eine berechtigte Frage der Öffentlichkeit: Was bringt Forschung? Wer diese Frage mit konkreten Beispielen beantwortet, sichert die gesellschaftliche Legitimation der Institution. Einen Überblick über Branchenkompetenzen finden Sie unter /expertise.

Diese Geschichten existieren an jeder Universität – aber sie werden selten erzählt.

Vertiefen Sie das Thema: Medialisierung von Studien sowie Social Media für die öffentliche Verwaltung.

Häufige Fragen

Warum ist Forschungskommunikation für Universitäten wichtig?

Forschungskommunikation sichert die gesellschaftliche Relevanz von Universitäten. Wer nicht zeigt, was Forschung leistet, verliert langfristig die Unterstützung von Politik, Öffentlichkeit und Fördermittelgebern. Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung für Legitimation.

Wie übersetzt man wissenschaftliche Ergebnisse für die Öffentlichkeit?

Durch Kontextualisierung: Was bedeutet das Ergebnis konkret? Für wen ist es relevant? Was verändert sich dadurch? Die Methode muss nicht erklärt werden – die Relevanz schon. Gute Forschungskommunikation beginnt mit der Frage „Warum sollte das jemanden interessieren?” und arbeitet von dort rückwärts.

Welche Rolle spielen soziale Medien in der Wissenschaftskommunikation?

Soziale Medien ermöglichen Forschenden, ihre Arbeit direkt und ohne journalistischen Filter zu zeigen. Kurze Videos und persönliche Einblicke ins Labor erreichen oft mehr Menschen als klassische Pressemitteilungen. Wichtig ist eine klare Strategie, die Spontaneität erlaubt, aber Qualitätsstandards sichert.

Brauchen Forschende Medientraining?

Ja. Die Fähigkeit, die eigene Forschung in dreißig Sekunden verständlich zu erklären, ist keine natürliche Begabung, sondern eine erlernbare Technik. Medientraining hilft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, ihre Botschaft zu schärfen und in Interviews, Vorträgen oder vor der Kamera überzeugend aufzutreten.


Ihre Universität will Forschungsergebnisse sichtbar machen – strategisch, verständlich und glaubwürdig? Kontaktieren Sie RAFFEINER REPUTATION für ein Erstgespräch.


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