Ein Tourismusbetrieb kann das beste Angebot der Region haben – wenn seine Website bei Google auf Seite vier auftaucht, weiß es niemand. Sichtbarkeit im Netz entscheidet heuer über Buchungen, und diese Sichtbarkeit entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis von Content Marketing, das Suchmaschinenoptimierung (SEO) von Anfang an mitdenkt. Nicht als technisches Add-on, sondern als Grundlogik der Inhalte.
RAFFEINER REPUTATION arbeitet mit Tourismusakteuren an Inhalten, die zwei Dinge gleichzeitig leisten: Sie beantworten die Fragen, die potenzielle Gäste tatsächlich stellen. Und sie sind so aufgebaut, dass Suchmaschinen sie finden, verstehen und ausspielen. Das klingt nach einem Kompromiss zwischen Leser und Algorithmus – ist es aber nicht. Denn gute SEO-Texte sind vor allem eines: nützliche Texte. Google belohnt Inhalte, die Fragen beantworten, Orientierung geben und Vertrauen schaffen. Genau das sollte jeder Tourismustext ohnehin leisten.
Der Unterschied zwischen einem Tourismusbetrieb mit funktionierender Content-Strategie und einem ohne liegt nicht im Budget. Er liegt in der Systematik. Keyword-Recherche, redaktionelle Planung, regelmäßige Veröffentlichung, Erfolgsmessung – wer diese Schritte geht, gewinnt organische Sichtbarkeit, die kein Werbebudget ersetzen kann. Wie eine solche Strategie entwickelt wird, beschreiben wir auf unserer Expertise-Seite.
Keyword-Recherche: Was Gäste wirklich suchen
Die meisten Tourismusbetriebe schreiben über das, was sie anbieten. Das ist nachvollziehbar, aber es ist nicht dasselbe wie das, was potenzielle Gäste suchen. Ein Hotel in Saalbach schreibt über sein „komfortables Ambiente” – aber niemand googelt „komfortables Ambiente Saalbach”. Gesucht wird: „Familienhotel Saalbach”, „Skiurlaub Saalbach mit Kindern”, „Hundefreundliches Hotel Saalbach”.
Keyword-Recherche im Tourismus muss drei Dimensionen berücksichtigen:
Weiterführend dazu empfiehlt sich Harvard Business Review.
Saisonalität. Touristisches Suchverhalten schwankt stark. „Wanderurlaub Tirol” hat im März ein anderes Suchvolumen als im Juli. Content muss rechtzeitig vor der Saison online sein – nicht währenddessen.
Ortsbezug. Tourismus ist lokal. Generische Keywords wie „Wellnesshotel Österreich” sind extrem umkämpft. Spezifischere Kombinationen wie „Wellnesshotel Wachau mit Weinverkostung” haben weniger Suchvolumen, aber höhere Conversion-Chancen. Wer hier rankt, gewinnt Gäste, die tatsächlich buchen.
Fragenmuster. Potenzielle Gäste suchen oft in Frageform: „Was tun bei Regen in Zell am See?”, „Welches Skigebiet für Anfänger in Salzburg?”, „Beste Wanderung Dachstein mit Kindern?”. Wer diese Fragen als Content beantwortet, positioniert sich als Experte und als Suchergebnis gleichzeitig.
Blog oder Landingpage: Was wann funktioniert
Im Tourismus-Content-Marketing gibt es zwei Grundformate, die unterschiedliche Funktionen erfüllen und beide gebraucht werden.
Landingpages sind permanente Seiten, die auf ein bestimmtes Angebot oder Thema optimiert sind. „Skiurlaub in Lech” ist eine Landingpage, die ganzjährig steht, saisonal aktualisiert wird und auf ein Haupt-Keyword optimiert ist. Landingpages sind das Fundament der SEO-Strategie.
Ergänzend dazu informiert Wirtschaftskammer Österreich.
Blogbeiträge sind zeitgebundene Inhalte, die Tiefe und Aktualität bieten. „Die 5 schönsten Winterwanderungen rund um Lech” ist ein Blogbeitrag, der saisonalen Traffic anzieht, intern auf die Landingpage verlinkt und frische Inhalte für Google liefert.
Im Tourismus-Content-Marketing gibt es zwei Grundformate, die unterschiedliche Funktionen erfüllen und beide gebraucht werden.
Der Fehler, den viele Tourismusbetriebe machen: Sie haben weder das eine noch das andere. Oder sie haben Landingpages, die seit drei Jahren nicht aktualisiert wurden, und einen Blog, der nach fünf Beiträgen eingeschlafen ist. Beides schadet der SEO – denn Google bewertet Aktualität und Relevanz. Wie Destinationsmarketing in Österreich strategisch funktioniert, zeigt unser Beitrag zur Gesamtstrategie.
Visueller Content: Bilder und Videos als SEO-Faktor
Tourismus lebt von Bildern. Aber Bilder, die nur schön sind, leisten für die Suchmaschinenoptimierung nichts. Bilder, die mit Alt-Texten versehen sind, in der richtigen Größe geladen werden und thematisch zum umgebenden Text passen, sind ein SEO-Faktor.
Das gilt noch stärker für Videos. Ein kurzes Video über eine Wanderroute, eingebettet auf der entsprechenden Seite, erhöht die Verweildauer – ein Signal, das Google als Qualitätsmerkmal wertet. Ein Video auf YouTube mit Verweis auf die eigene Website erzeugt zusätzlichen Traffic.
Weitere Perspektiven dazu finden sich bei Der Standard.
Die Grundregel: Jedes Bild braucht einen beschreibenden Dateinamen und einen Alt-Text. Nicht „IMG_4782.jpg”, sondern „winterwanderung-dachstein-panorama.jpg” mit Alt-Text „Winterwanderung am Dachstein mit Blick auf den Hallstätter See”. Das ist minimaler Aufwand mit messbarem SEO-Effekt.
Local SEO: Google Business Profile als Pflicht
Für Tourismusbetriebe ist Local SEO oft wichtiger als die allgemeine Suchmaschinenoptimierung. Denn viele Suchen sind standortbezogen: „Restaurant in der Nähe”, „Hotel Innsbruck Zentrum”, „Bergbahn Stubaital”.
Das Google Business Profile (ehemals Google My Business) ist dabei der zentrale Hebel. Ein vollständig ausgefülltes, regelmäßig aktualisiertes Profil mit aktuellen Fotos, Öffnungszeiten, Angeboten und Bewertungen rankt in der lokalen Suche deutlich besser als ein vernachlässigtes.
Einen branchenrelevanten Überblick liefert PRVA - Public Relations Verband Austria.
Die wichtigsten Maßnahmen für Local SEO im Tourismus:
Profil vollständig ausfüllen. Kategorie, Beschreibung, Attribute, Fotos – jedes Feld zählt. Ein Profil mit drei Fotos und keiner Beschreibung wird von Google als weniger relevant eingestuft.
Bewertungen aktiv managen. Gäste um Bewertungen bitten – nicht generisch, sondern zum richtigen Zeitpunkt. Nach dem Check-out, nach einer besonderen Erfahrung, nach einem gelösten Problem. Und: auf jede Bewertung antworten, auch auf negative. Google wertet die Antwortrate als Qualitätssignal.
Regelmäßig posten. Google Business Profile bieten eine Posting-Funktion, die von den meisten Betrieben ignoriert wird. Wöchentliche Updates zu Angeboten, Veranstaltungen oder saisonalen Highlights signalisieren Aktualität.
Bewertungsmanagement: Reputation und SEO in einem
Online-Bewertungen auf Google, TripAdvisor, Booking.com und HolidayCheck sind gleichzeitig Reputations- und SEO-Faktor. Betriebe mit vielen positiven Bewertungen ranken besser und konvertieren häufiger. RAFFEINER REPUTATION empfiehlt einen systematischen Umgang mit Bewertungen.
Das bedeutet: Bewertungen nicht dem Zufall überlassen. Zufriedene Gäste gezielt ansprechen. Negative Bewertungen sachlich beantworten – nicht defensiv, nicht ignorierend. Und aus dem Feedback lernen: Wenn drei Bewertungen hintereinander das Frühstück kritisieren, ist das kein PR-Problem, sondern ein Produktproblem.
Mehrsprachige Inhalte: Reichweite verdoppeln
Österreichische Tourismusbetriebe haben Gäste aus dem gesamten DACH-Raum und darüber hinaus. Englische, italienische, niederländische, tschechische Inhalte erschließen zusätzliche Märkte – und zusätzliche Suchbegriffe.
Aber: Mehrsprachige Inhalte bedeuten nicht maschinelle Übersetzung der deutschen Website. Jede Sprachversion muss auf die Suchbegriffe der jeweiligen Sprache optimiert sein. „Skiing holiday Austria” hat andere Mitspieler als „Skiurlaub Österreich”, und die Landingpage muss entsprechend aufgebaut sein.
Wer die Ressourcen für mehrsprachige Inhalte nicht hat, sollte Prioritäten setzen: Die wichtigsten Seiten in der wichtigsten Fremdsprache – das bringt mehr als alle Seiten in schlechter Übersetzung. Ein konkretes Anwendungsfeld dafür ist die Kommunikation im Wandertourismus, wo mehrsprachige Inhalte besonders gefragt sind.
Vertiefen Sie das Thema: Storytelling in der Unternehmenskommunikation sowie Destinationsmarketing Österreich.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ein Tourismusbetrieb bloggen?
Mindestens zweimal im Monat, idealerweise wöchentlich. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Frequenz. Ein monatlicher Beitrag, der konstant erscheint, wirkt besser als zehn Beiträge im Jänner und dann sechs Monate Stille.
Was bringt SEO einem kleinen Tourismusbetrieb?
Organische Sichtbarkeit ohne laufende Werbekosten. Ein gut optimierter Blogbeitrag kann über Jahre Traffic liefern. Für kleine Betriebe mit begrenztem Werbebudget ist SEO oft der effizienteste Kanal zur Gästegewinnung.
Wie wichtig sind Google-Bewertungen für den Tourismus?
Sehr wichtig. Sie beeinflussen das Ranking in der lokalen Suche und die Buchungsentscheidung potenzieller Gäste. Betriebe mit einer Bewertung über 4,0 Sternen und regelmäßigen Antworten auf Rezensionen haben einen messbaren Vorteil gegenüber schlecht bewerteten Mitbewerbern.
Soll man auf negative Bewertungen antworten?
Immer. Sachlich, freundlich, lösungsorientiert. Eine gute Antwort auf eine negative Bewertung zeigt künftigen Gästen, dass der Betrieb Feedback ernst nimmt. Keine Antwort wirkt wie Gleichgültigkeit – und das schadet mehr als die Bewertung selbst.
Braucht ein Tourismusbetrieb eine mehrsprachige Website?
Wenn er internationale Gäste ansprechen will, ja. Die englische Version ist Minimum. Weitere Sprachen je nach Herkunftsmarkt. Wichtig: Jede Sprachversion muss eigenständig auf die relevanten Suchbegriffe optimiert sein – eine einfache Übersetzung reicht für SEO nicht aus.
Sie wollen, dass Ihr Tourismusbetrieb online gefunden wird? Kontaktieren Sie RAFFEINER REPUTATION – wir verbinden Content-Strategie mit Suchmaschinenoptimierung für den Tourismus.