Führungskräfte treffen täglich Entscheidungen, die auf Annahmen über die Meinungslage beruhen. Was denken die Mitglieder über unsere Verbandsarbeit? Wie wird unser Unternehmen in der Branche wahrgenommen? Welche Themen beschäftigen unsere Zielgruppen wirklich – und nicht nur in unserer Vorstellung? Die meisten dieser Annahmen sind Bauchgefühl. Manche stimmen. Viele nicht. Der CEO-Radar von RAFFEINER REPUTATION ersetzt Bauchgefühl durch Daten.
Der CEO-Radar ist ein Analyse-Instrument, das Meinungen, Wahrnehmungen und Einflussfaktoren systematisch erhebt und auswertet. Er zeigt Führungskräften, wie ihr Unternehmen, ihr Verband oder sie selbst von relevanten Bezugsgruppen gesehen werden – und wo die Wahrnehmung von der Realität abweicht. Denn genau in dieser Lücke zwischen Selbstbild und Fremdbild liegen die größten Kommunikationsrisiken und die größten Chancen.
Die Methodik verbindet quantitative Befragung mit qualitativer Analyse und wurde als proprietäres Werkzeug innerhalb des Leistungsbereichs Umfragen und Studien von RAFFEINER REPUTATION entwickelt. Der CEO-Radar ist kein Standardfragebogen, sondern wird für jede Anwendung individuell konfiguriert – angepasst an Branche, Organisation und Fragestellung. Wie das konkret aussieht, erfahren Sie auf unserer Expertise-Seite.
Methodik: Wie der CEO-Radar funktioniert
Der CEO-Radar folgt einem strukturierten Prozess in vier Phasen.
Phase 1: Bezugsgruppenanalyse. Bevor eine einzige Frage formuliert wird, identifizieren wir die relevanten Bezugsgruppen. Wer beeinflusst die Wahrnehmung Ihres Unternehmens? Wer trifft Entscheidungen, die Sie betreffen? Wer formt die öffentliche Meinung über Ihre Branche? Diese Analyse ergibt eine Landkarte der Einflussfaktoren – vom Branchenjournalisten über den politischen Entscheider bis zum eigenen Mitarbeiterteam.
Weitere Perspektiven dazu finden sich bei APA - Austria Presse Agentur.
Phase 2: Erhebungsdesign. Die Befragung kombiniert geschlossene Fragen (quantifizierbare Einschätzungen auf Skalen) mit offenen Fragen (qualitative Einblicke, die keine Skala abbilden kann). Die Formulierung ist entscheidend: Keine Suggestivfragen, keine Doppeldeutigkeiten, keine Fachsprache, die außerhalb der Organisation niemand versteht. Je nach Zielgruppe kommen unterschiedliche Erhebungsmethoden zum Einsatz – Online-Befragung, telefonische Interviews, persönliche Gespräche.
Phase 3: Analyse. Die Auswertung geht über das Auszählen von Antworten hinaus. Der CEO-Radar identifiziert Muster, Widersprüche und blinde Flecken. Wo stimmen Selbst- und Fremdwahrnehmung überein? Wo weichen sie ab? Welche Themen sind für die Organisation zentral, werden aber von den Bezugsgruppen gar nicht wahrgenommen? Wo gibt es Wahrnehmungen, die nicht den Tatsachen entsprechen – und dennoch handlungsrelevant sind?
Phase 4: Handlungsempfehlungen. Daten ohne Interpretation sind nutzlos. Der CEO-Radar liefert nicht nur Zahlen, sondern konkrete Empfehlungen: Welche Botschaften müssen verstärkt werden? Welche Bezugsgruppe braucht mehr Aufmerksamkeit? Wo besteht akuter Handlungsbedarf? Diese Empfehlungen sind die Grundlage für die Kommunikationsstrategie der folgenden Monate.
Die Befragung kombiniert geschlossene Fragen (quantifizierbare Einschätzungen auf Skalen) mit offenen Fragen (qualitative Einblicke, die keine Skala abbilden kann).
Wahrnehmungslücken: Das eigentliche Problem
Die aufschlussreichsten Ergebnisse des CEO-Radars liegen nicht in den Bestätigungen, sondern in den Überraschungen. Typische Wahrnehmungslücken, die wir regelmäßig aufdecken:
Die Überschätzungslücke. Die Organisation glaubt, ein Thema sei bei ihren Bezugsgruppen bekannt und positiv besetzt. Die Erhebung zeigt: Das Thema wird gar nicht wahrgenommen. Die gesamte Kommunikationsarbeit zu diesem Thema verpufft – nicht weil sie schlecht gemacht ist, sondern weil sie die falschen Kanäle oder die falsche Sprache verwendet.
Die Reputationslücke. Die Organisation hält sich für neutral wahrgenommen. Die Erhebung zeigt: Es gibt eine dezidiert negative Wahrnehmung in einer bestimmten Bezugsgruppe, die niemand auf dem Radar hatte. Unbehandelt verfestigt sich diese Wahrnehmung und wird zum echten Reputationsrisiko.
Die Relevanzkluft. Die Organisation kommuniziert intensiv zu Thema A. Die Bezugsgruppen interessieren sich aber für Thema B. Die Kommunikationsressourcen fließen in die falsche Richtung – mit bestem Gewissen, aber ohne Wirkung.
Diese Lücken zu erkennen, ist der erste Schritt zur Korrektur. Und die Korrektur beginnt nicht mit mehr Kommunikation, sondern mit anderer Kommunikation. Ein verwandtes Instrument ist die Branchenumfrage als Datengrundlage für Kommunikation, die ähnliche Erkenntnisse auf Branchenebene liefert.
Einsatzbereiche: Wann der CEO-Radar sinnvoll ist
Der CEO-Radar ist kein Alltagsinstrument. Er wird gezielt eingesetzt – in Situationen, in denen fundierte Einschätzungen der Meinungslage strategisch relevant sind.
Vor einem Strategiewechsel. Bevor eine Organisation ihre Positionierung verändert, sollte sie wissen, wo sie aktuell steht. Der CEO-Radar liefert die Ausgangsbasis für strategische Entscheidungen – keine Vermutungen, sondern Messwerte.
Bei Führungswechseln. Ein neuer CEO, eine neue Geschäftsführerin, ein neuer Verbandspräsident – jeder Wechsel an der Spitze verändert die Wahrnehmung. Der CEO-Radar zeigt, welche Erwartungen an die neue Führung bestehen und wo die Startposition liegt.
Nach Krisen. Wie hat eine Krise die Wahrnehmung verändert? Welche Bezugsgruppen haben ihr Vertrauen verloren, welche stehen stabil? Der CEO-Radar liefert die Bestandsaufnahme nach dem Sturm.
Als regelmäßiges Monitoring. Im Jahresrhythmus eingesetzt, macht der CEO-Radar Veränderungen in der Wahrnehmung sichtbar – Trends, Verschiebungen, neue Themen. Diese Langzeitperspektive ist für strategische Kommunikationsplanung besonders wertvoll.
Von Daten zu Taten: Der Übersetzungsprozess
Die beste Analyse nützt nichts, wenn sie in der Schublade landet. Der CEO-Radar ist deshalb so konzipiert, dass seine Ergebnisse direkt in Kommunikationsmaßnahmen übersetzbar sind.
Ein Beispiel: Die Analyse zeigt, dass ein Verband bei seinen Mitgliedern als kompetent, aber als schlecht erreichbar wahrgenommen wird. Die Handlungsempfehlung ist nicht „Verbessern Sie die Erreichbarkeit” – das weiß der Verband selbst. Die Empfehlung ist konkret: vierteljährlicher Newsletter mit Zusammenfassung der Verbandsarbeit, direkter Kommunikationskanal für Mitgliederanfragen, jährliche Mitglieder-Roadshow in den Bundesländern. Messbar, umsetzbar, überprüfbar.
Weiterführend dazu empfiehlt sich PRVA - Public Relations Verband Austria.
Die Verknüpfung von Analyse und Umsetzung ist das, was den CEO-Radar von einer akademischen Studie unterscheidet. Es geht nicht um Erkenntnis um der Erkenntnis willen. Es geht um bessere Kommunikationsentscheidungen – belegt durch Daten, nicht durch Intuition. Wie sich die Ergebnisse in konkrete Wirkungsmessung von Kommunikation übersetzen lassen, beschreiben wir in einem Methodikbeitrag.
Abgrenzung: Was der CEO-Radar nicht ist
Der CEO-Radar ist keine Meinungsumfrage im klassischen Sinn. Er erhebt nicht die Meinung der Gesamtbevölkerung, sondern die Wahrnehmung spezifischer Bezugsgruppen. Er ist kein Medienmonitoring – er misst nicht, was über eine Organisation geschrieben wird, sondern was relevante Personen über sie denken. Und er ist kein Beliebtheitswettbewerb – die Ergebnisse zeigen nicht, ob jemand „gut” oder „schlecht” ist, sondern wo Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderklaffen.
Der CEO-Radar liefert strategische Orientierung, keine Schlagzeilen. Seine Stärke liegt in der Differenzierung – und in der Ehrlichkeit der Ergebnisse.
Von der Konzeption bis zur Präsentation der Ergebnisse rechnen Sie mit sechs bis acht Wochen.
Vertiefen Sie das Thema: CEO-Kommunikation: Warum Fuehrungskraefte kommunizieren muessen, Wirkungsmessung in der Kommunikation sowie CEO-Sichtbarkeit auf allen Kanälen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein CEO-Radar-Projekt?
Von der Konzeption bis zur Präsentation der Ergebnisse rechnen Sie mit sechs bis acht Wochen. Die Erhebungsphase dauert zwei bis drei Wochen, die Analyse und Aufbereitung der Handlungsempfehlungen weitere zwei Wochen.
Wie viele Personen werden befragt?
Das hängt von den relevanten Bezugsgruppen ab. Typischerweise werden zwischen 30 und 150 Personen befragt – nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung, sondern gezielt ausgewählt nach ihrer Relevanz für die Organisation. Qualität und Auswahl der Befragten sind wichtiger als die Anzahl.
Wie vertraulich sind die Ergebnisse?
Vollständig vertraulich. Die Ergebnisse gehen ausschließlich an den Auftraggeber. Einzelne Antworten werden nicht personenzuordnet ausgewertet – die Befragten bleiben anonym. Das ist Voraussetzung für ehrliche Antworten und damit für die Qualität der Ergebnisse.
Wie unterscheidet sich der CEO-Radar von einem Medienmonitoring?
Medienmonitoring misst, was über eine Organisation berichtet wird. Der CEO-Radar misst, was relevante Bezugsgruppen über eine Organisation denken – unabhängig von der Medienberichterstattung. Beides ergänzt sich: Medienberichterstattung beeinflusst Wahrnehmung, aber sie ist nicht identisch damit.
Kann der CEO-Radar auch für einzelne Führungspersonen eingesetzt werden?
Ja. Der CEO-Radar kann sowohl auf Organisationsebene als auch auf Personenebene eingesetzt werden – etwa um die Wahrnehmung eines CEO oder einer Verbandspräsidentin in relevanten Bezugsgruppen zu erheben. Die Methodik ist dieselbe, die Fragestellungen werden personenspezifisch angepasst.
Sie wollen wissen, wie Ihre Organisation oder Sie persönlich wahrgenommen werden? Kontaktieren Sie RAFFEINER REPUTATION – der CEO-Radar liefert die Daten für bessere Kommunikationsentscheidungen.