Fünfzehn Jahre sind in der Kommunikationsberatung gleichzeitig eine kurze und eine sehr lange Zeit. Kurz, weil die Beziehungen zu manchen Kunden fast so alt sind wie die Agentur selbst. Lang, weil sich in diesen fünfzehn Jahren fast alles verändert hat – die Medienlandschaft, die Werkzeuge, die Erwartungen, die Geschwindigkeit. Was 2011 als Kommunikationsberatung galt, hat mit dem, was wir heuer tun, nur noch die Grundhaltung gemeinsam.
RAFFEINER REPUTATION wurde 2011 in Wien gegründet – mit der Überzeugung, dass gute Kommunikation bei der Strategie beginnt und nicht beim Pressetext. Diese Überzeugung hat sich in fünfzehn Jahren nicht verändert. Fast alles andere schon.
2011: Eine Agentur, ein Gründer, eine Haltung
Als Alexander Raffeiner die Agentur gründete, war die Kommunikationslandschaft überschaubarer als heute. Social Media war ein Zusatzkanal, kein Hauptkanal. Content Marketing existierte als Konzept, aber kaum als Praxis. ESG war eine Abkürzung, die außerhalb von Investorenkreisen niemand kannte.
Was von Anfang an klar war: RAFFEINER REPUTATION sollte keine Full-Service-Agentur sein, die alles ein bisschen macht. Sondern eine Beratung, die wenige Dinge richtig macht. Strategie, Positionierung, Medienarbeit, Krisenkommunikation. Für Unternehmen und Verbände, die Substanz brauchen, nicht Oberfläche. Wann ein externer Kommunikationsberater sinnvoll ist, war schon damals eine der wichtigsten Fragen.
Weitere Perspektiven dazu finden sich bei McKinsey & Company.
Diese Entscheidung hat die folgenden fünfzehn Jahre geprägt – und sie hat sich als richtig erwiesen. In einer Branche, in der viele Agenturen gewachsen und wieder geschrumpft sind, hat die Spezialisierung Bestand gehabt.
Was sich verändert hat: Die Medienlandschaft
Die Veränderung der österreichischen Medienlandschaft in den letzten fünfzehn Jahren lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Weniger Redaktionen, mehr Kanäle, weniger Tiefe, mehr Geschwindigkeit.
2011 hatte eine klassische Presseaussendung über APA eine verlässliche Reichweite. Redaktionen hatten Fachressorts mit spezialisierten Journalistinnen und Journalisten. Die Vorlaufzeit für eine Geschichte betrug Tage, manchmal Wochen.
Heuer ist die Logik eine andere. Redaktionen sind kleiner. Journalistinnen und Journalisten betreuen mehrere Themenfelder gleichzeitig. Die Geschwindigkeit hat zugenommen, die Kapazität für Recherche abgenommen. Gleichzeitig sind Dutzende neue Kanäle entstanden – von Unternehmensblogs über Podcasts bis zu LinkedIn als Quasi-Medium.
Für die Kommunikationsberatung bedeutet das: Die Fähigkeit, Inhalte so aufzubereiten, dass sie mit minimalem Aufwand übernommen werden können, ist heute wichtiger als 2011. Und die Fähigkeit, die richtigen Menschen in Redaktionen persönlich zu kennen, ist wertvoller denn je.
Für die Kommunikationsberatung bedeutet das: Die Fähigkeit, Inhalte so aufzubereiten, dass sie mit minimalem Aufwand übernommen werden können, ist heute wichtiger als 2011.
Was sich verändert hat: Die digitale Transformation
2011 war eine Website ein digitales Schaufenster. Heuer ist sie ein Kommunikationsinstrument, ein Vertriebskanal, ein Recruiting-Tool und eine Visitenkarte – gleichzeitig. Die Anforderungen an digitale Kommunikation sind exponentiell gestiegen.
SEO, Social Media, Newsletter, Webinare, Podcasts – jeder einzelne Kanal erfordert eigene Kompetenzen, eigene Formate, eigene Strategien. Die Versuchung für Unternehmen ist groß, alles zu bespielen. Die Realität zeigt: Wenige Kanäle richtig sind besser als viele Kanäle halbherzig.
Hintergrundinformationen dazu veröffentlicht Harvard Business Review.
Was wir in fünfzehn Jahren gelernt haben: Kein digitaler Kanal ersetzt eine klare Botschaft. Wer nicht weiß, was er sagen will, dem hilft auch der beste LinkedIn-Auftritt nicht. Die Technik ändert sich, aber die Grundfrage bleibt: Wofür stehen Sie?
Was sich verändert hat: ESG und regulatorische Kommunikation
Wenn wir an die größte Veränderung der letzten fünfzehn Jahre denken, ist es nicht Social Media. Es ist die regulatorische Dimension der Unternehmenskommunikation.
2011 war Kommunikation weitgehend freiwillig. Unternehmen konnten kommunizieren, was sie wollten, wie sie wollten, wann sie wollten. Die Berichtspflichten betrafen den Geschäftsbericht, nicht die Nachhaltigkeitsleistung.
Heuer ist das anders. Die CSRD verpflichtet Unternehmen zu strukturierter Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die EU-Taxonomie definiert, was als nachhaltig gilt. Greenwashing-Richtlinien regulieren, was behauptet werden darf. Kommunikation ist zu einem Feld geworden, in dem rechtliche und strategische Anforderungen verschmelzen.
Für RAFFEINER REPUTATION war das eine natürliche Entwicklung. Silva Leschner, seit Jahren in der Agentur und heuer als Agenturleiterin verantwortlich, hat sich als ISO-zertifizierte ESG- und Corporate Sustainability Expertin qualifiziert – zertifiziert durch Business Circle, gestaltet von KPMG und Baker McKenzie Austria. Damit verbinden wir regulatorisches Verständnis mit Kommunikationskompetenz.
Was sich verändert hat: Verbandskommunikation
Ein großer Teil unserer Arbeit gilt Verbänden und Interessenvertretungen. Auch hier haben sich die Anforderungen in fünfzehn Jahren verschoben.
2011 war Verbandskommunikation primär Mitgliederkommunikation: Newsletter, Mitgliederzeitschrift, Jahresveranstaltung. Die externe Kommunikation beschränkte sich auf gelegentliche Presseaussendungen zu branchenpolitischen Themen.
Ergänzend dazu informiert Der Standard.
Heuer müssen Verbände deutlich breiter kommunizieren. Sie sind Stimme der Branche in öffentlichen Debatten, Informationsquelle für Politik und Medien, Orientierungspunkt für Mitglieder in einer komplexer werdenden Welt. Die Anforderungen an Professionalisierung sind gestiegen – aber die Ressourcen sind oft nicht mitgewachsen.
Was wir gelernt haben: Verbandskommunikation braucht eine eigene Logik. Sie ist weder Unternehmenskommunikation noch politische Kommunikation, sondern etwas Drittes. Wer das versteht und respektiert, berät Verbände besser.
Was gleich geblieben ist
Bei aller Veränderung gibt es Dinge, die in fünfzehn Jahren konstant geblieben sind.
Vertrauen entsteht langsam und verschwindet schnell. Das war 2011 so und ist heuer nicht anders. Keine Technologie, kein Kanal und keine Kampagne kann die Grundlage ersetzen, auf der jede Kommunikation ruht: Glaubwürdigkeit.
Strategie vor Taktik. Wer erst handelt und dann überlegt, was er eigentlich erreichen wollte, verschwendet Ressourcen. Die Reihenfolge – Ziel, Botschaft, Kanal, Umsetzung – hat sich in fünfzehn Jahren nicht geändert. Und sie wird sich auch in den nächsten fünfzehn nicht ändern. Was wir unter strategischer Kommunikation verstehen, ist das Fundament dieser Haltung.
Beziehungen zählen. In einer digitalisierten Welt wird persönlicher Kontakt nicht weniger wichtig, sondern mehr. Die wertvollsten Ergebnisse in der Kommunikation entstehen durch Menschen, die einander kennen und einander vertrauen.
Substanz schlägt Verpackung. Immer. Langfristig. Ohne Ausnahme.
Was wir für die nächsten Jahre sehen
RAFFEINER REPUTATION ist heuer eine andere Agentur als 2011. Breiter aufgestellt, tiefer spezialisiert, mit zwei Standorten in Wien und Innsbruck und über dreißig Referenzkunden in sieben Branchen. Aber die Grundhaltung ist dieselbe: FROM STRATEGY TO STORY. Erst verstehen, dann beraten, dann umsetzen.
Breiter aufgestellt, tiefer spezialisiert, mit zwei Standorten in Wien und Innsbruck und über dreißig Referenzkunden in sieben Branchen.
Die nächsten Jahre werden von der Verbindung aus Regulatorik und Kommunikation geprägt sein. Von KI als Werkzeug, das klug eingesetzt werden muss. Von einer Medienlandschaft, die sich weiter verändert. Und von der bleibenden Notwendigkeit, komplexe Themen verständlich zu machen.
Vertiefende Informationen dazu bietet APA - Austria Presse Agentur.
Fünfzehn Jahre sind kein Grund für Selbstzufriedenheit. Aber sie sind ein solider Grund für die Zuversicht, dass eine Beratung, die auf Substanz statt auf Trends setzt, auch die nächsten fünfzehn Jahre Bestand haben wird.
Weiterführende Einblicke: Wann braucht man einen Kommunikationsberater? | Der Positionierungsprozess von RAFFEINER REPUTATION | Strategische Kommunikation: Definition und Praxis
Häufige Fragen
Was macht RAFFEINER REPUTATION anders als andere PR-Agenturen?
Wir sind keine Full-Service-Agentur, sondern eine spezialisierte Strategie- und Kommunikationsberatung. Unser Fokus liegt auf Positionierung, Medienarbeit und ESG-Kommunikation für Unternehmen und Verbände in Österreich – mit 15 Jahren Branchenerfahrung und zwei Standorten in Wien und Innsbruck.
In welchen Branchen arbeitet RAFFEINER REPUTATION?
Wir betreuen Kunden in sieben Schwerpunktbranchen: Infrastruktur, Mobilität, Energie, Sportindustrie, Umwelt, Verbände und Tourismus. Diese Spezialisierung ermöglicht uns tiefes Branchenverständnis statt generischer Beratung.
Was bedeutet FROM STRATEGY TO STORY?
Es ist unser Leitprinzip: Jede Kommunikation beginnt bei der Strategie – Ziel, Zielgruppe, Positionierung – und wird dann in eine Geschichte übersetzt, die verstanden wird. Erst die Substanz, dann die Form.
Wie hat sich Kommunikationsberatung in 15 Jahren verändert?
Die größten Veränderungen betreffen die Medienlandschaft (weniger Redaktionen, mehr Kanäle), die regulatorische Dimension (ESG-Berichtspflichten) und die technischen Möglichkeiten (KI). Was gleich geblieben ist: Vertrauen, Strategie und Substanz sind die Grundlage jeder wirksamen Kommunikation.
Sie suchen eine Kommunikationsberatung, die Ihre Branche versteht? Vereinbaren Sie ein Erstgespräch mit RAFFEINER REPUTATION – 15 Jahre Erfahrung, eine Haltung.